Rumänien, Cluj Napoca (Klausenburg), Projekt „Albă ca Zăpada“ („Schneewittchen“)

Impression aus der neuen Wäscherei in Cluj Napoca, Rumänien
Impression aus der neuen Wäscherei in Cluj Napoca, Rumänien

 

Rumänien: „Ajutatii Copii“ in Cluj Napoca, Projekt „Albă ca Zăpada"

Träger: „Fundatia Ajutatii Copii Romania“ in Cluj Napoca (Klausenburg, Siebenbürgen). Der Verein ist als mildtätig anerkannt. (Die diesbezüglichen Rechtsverhältnisse sind den deutschen vergleichbar)

 

Film: Wer lieber sehen und hören möchte, hier geht es zu unserem kurzen Dokumentarfilm. weiter zum Film

 

Zielgruppe: Das Projekt kümmert sich um Waisen-Mädchen mit leichten geistigen Behinderungen (alle haben einen Behinderten-Ausweis), die mit 18 Jahren das Waisenheim, in dem sie aufgewachsen sind, verlassen müssen und infolgedessen ohne Angehörige, weitgehend mittellos, ohne Ausbildung, ohne Wohnung, und ohne weitere staatliche Unterstützung, „auf der Straße“ stehen und von daher besonderen Gefährdungen ausgesetzt sind. 

Die jungen Frauen werden von den örtlichen Jugendhilfeämtern, in deren Zuständigkeitsbereich die Waisenheime  liegen, an das Projekt vermittelt. Es handelt sich um 3 Heime in der Region Klausenburg. Die Mädchen werden nur aufgenommen, wenn sie das (nach einer Probezeit) ausdrücklich wollen. 

 

Projektziel: Ajutatii Copii  hat sich zur Aufgabe gemacht die jungen Frauen soweit zu fördern und zu befähigen, dass sie in der Lage sind ein weitgehend selbstbestimmtes Leben zu führen. Hierzu betreibt der Träger die Firma „Albă ca Zăpada“ (Schneewittchen). Diese Firma ist als gemeinnützig anerkannt und zertifiziert, ähnlich den „Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)“, oder „Integrations-Firmen“, wie es sie auch bei uns gibt. „Albă ca Zăpada“  gibt den jungen Frauen eine Anstellung und eine Wohnung, in der sie jeweils zu viert wohnen und ambulant betreut werden.   

Wenn die Frauen selbständig genug und in der Lage sind ihr Leben ohne die Hilfe des Projektes in die Hand zu nehmen, werden sie in die Selbstständigkeit entlassen. Immer wieder gibt es auch Frauen, die den Schritt in ein völlig selbständiges Leben nicht schaffen. Die werden auch weiterhin nach Bedarf unterstützt. 

 

Projektbeschreibung: „Albă ca Zăpada“ macht Verträge mit verschiedenen Arbeitgebern (z.B. einem Supermarkt, der kath. Kirche, der Universität, der Uni-Klinik, auch der Stadt selber) und erbringt vereinbarte Dienstleistungen für sie, die sie den Auftraggebern in Rechnung stellt. Zumeist handelt es sich um Reinigungsdienste und Landschaftspflege.

Und sie betreibt eine kleine Wäscherei, die ihre Aufträge von Hotels, Restaurants, Firmen, der Feuerwehr usw., aber auch von Privatpersonen, vor Allem von Studenten bekommt. 

Seit Gründung des Projektes 1990 haben über 100 Frauen das Projekt „durchlaufen“ und in ein selbständiges Leben verlassen. Einige von ihnen sind heute verheiratet und haben eigene Familien, einige haben es bevorzugt, in ihrer 4er WG zusammenzubleiben. Aber es gibt auch Frauen, die sicher ihr Leben lang auf die Unterstützung des Projektes angewiesen sind.

 

Förderung: Die Stiftung HUMuS fördert dieses Projekt seit dem Jahr 2000. Von dem Gesamtbudget des Projektes in Höhe von ca. 100.000 €/Jahr erwirtschaftet „Albă ca Zăpada“ inzwischen selber rund 75.000 €, den Rest übernimmt die Stiftung HUMuS, also etwa 25.000 € jährlich. Es handelt sich um die Förderung im Bereich laufender Kosten. (Gesamtförderung bisher über die Jahre ca. 200.000 €)

 

In der Vergangenheit wurde das Projekt überdies gefördert von:

Aktion Mensch (Impulsförderung), Software AG Stiftung, Soros Stiftung (hier bekam das Projekt einen Preis in einem Wettbewerb innovativer Konzepte sozialer Initiativen)

Das Projekt hat keinen Anspruch auf staatliche Zuwendungen, ist also auf anderweitige Unterstützung angewiesen.

 

Wir freuen uns über Ihre Unterstützung!

Jeder gespendete Euro kommt direkt und ohne Abzug den Projekten zugute, weil wir ausschließlich ehrenamtlich tätig sind. weiter zum Spendenformular

 

 

Zurück zu unseren aktuellen Projekten